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In unserem TTP-Rechtsblog informieren Sie unsere Experten zu aktuellen juristischen Entwicklungen. Sie finden hier ebenfalls eine Liste kommender Veranstaltungen.

Spät aber doch – das Insolvenzrechtsänderungsgesetz tritt im Juli 2010 in Kraft – Eine Gegenüberstellung alter und neuer Rechtslage

Die wesentlichen Eckpfeiler des IRÄG 2010 haben wir in unserem Rechts-Blog am 9.10.2009 bereits dargestellt. Zahlreiche Stellungnahmen und zwei Abänderungsanträge später bleibt es im Wesentlichen dabei. Der Abänderungsantrag der Abgeordneten Donnerbauer und Jarolim betraf ausschließlich sprachlich-grammatikalische Präzisierungen und zwar einerseits betreffend § 20 Abs 4 IO, andererseits den va vom KSV ins Kreuzfeuer heftiger Kritik genommenen § 21 Abs 2 Z 2 IO, wonach sich der Masseverwalter – nunmehr Insolvenz bzw Sanierungsverwalter – unverzüglich, längstens jedoch innerhalb von fünf Tagen erklären muss, andernfalls angenommen...
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Vorsicht bei der Schriftgröße von Allgemeinen Geschäftsbedingungen

§ 6 Abs 3 KschG legt für Vertragsverhältnisse zwischen Unternehmen und Verbrauchern fest, dass eine in allgemeinen Geschäftsbedingungen oder Vertragsformblättern enthaltene Vertragsbestimmung dann unwirksam ist, wenn sie unklar oder unverständlich abgefasst ist. Unklarheit oder Unverständlichkeit einer bestimmten Klausel führt nach dieser Bestimmung zur Unwirksamkeit der spezifischen Klausel. Diese Bestimmung legt grundsätzlich das Gebot gegenüber Konsumenten fest, dass die Vertragsklauseln durchschaubar und sinnverständlich sind. In seiner Entscheidung 17 Cg 53/09i hat das Handelsgericht Wien erstmalig auch zur Anwendung dieser Bestimmung auf...
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Mietzinsrückstand und grobes Verschulden § 33 Abs. 2 und Abs. 3 MRG Wissenswertes zum Mietzins

Wer mit zwei Monatsmieten im Rückstand ist, läuft ernsthaft Gefahr, einer Mietzins- und Räumungsklage im Sinne des § 1118 ABGB ausgesetzt zu sein. Sobald solch ein qualifizierter Mietzinsrückstand vorliegt, muss sich der Vermieter nicht mit einer Mietzinszahlungsklage, einer Mahnklage, begnügen, sondern kann zum schärfsten Hilfsmittel, der sofortigen Vertragsbeendigung, die im Verfahren vor Gericht geprüft und urteilsmäßig entschieden werden muss, greifen. Sofern der rückständige Mietzins im Zuge des Gerichtsverfahrens, vor Schluss der Verhandlung (wenn auch in der letzten Verhandlung vor Urteilsfällung)...
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Kein Erfordernis der qualifizierten Mahnung nach § 13 KSchG bei Ratenvereinbarung im Rahmen einer Betreibungsstundung oder Exekutionsstundung (Anmerkungen zu OGH 8 Ob 99/09f)

Ist ein Verbraucherkredit in Tilgungsraten rückzahlbar (Abstattungskredit), so bedarf es zur Fälligstellung des Gesamtkredites einer qualifizierten Mahnung gemäß § 13 KSchG: Ist der Verbraucher mit zumindest einer Tilgungsrate seit sechs Wochen in Zahlungsverzug, so hat ihn die Bank unter Setzung einer mindestens zweiwöchigen Nachfrist zur Nachzahlung aufzufordern und für den Fall des weiteren Zahlungsverzuges den Eintritt des Terminsverlustes und damit die Fälligstellung und Geltendmachung der gesamten Kreditaushaftung anzudrohen. Einem qualifizierten Mahnerfordernis im Sinne des § 13 KSchG bedarf es vor...
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Der Richtwertmietzins

Der Richtwertmietzins ist, obzwar § 1 MRG und § 16 MRG eine Vielzahl an Ausnahmen kennen, der Standardmietzins für Wohnungen im Altbau, die sich also in Gebäuden befinden, die vor dem 08.05.1945 errichtet wurden. Er wurde mit dem 3. Wohnrechtsänderungsgesetz (WÄG) per 01.03.1994 eingeführt. Er hat die alten starren Kategoriemietzinse abgelöst und soll der Rechtssprechung des OGH (07.03.1945, 4 Ob 1527/95) folgend nach unten durch den Kategoriemietzins und nach oben durch den „angemessenen Hauptmietzins“ beschränkt werden. Die Basis für die...
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